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Reiner Holthaus
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foto / ingrid holthaus
foto / ingrid holthaus

Kommentare: 254
  • #254

    Elke Panke (Dienstag, 22 Mai 2018 09:33)

    Lieber Reiner, zu "zerrissen":
    Ein hochformatiges S/W-Bildwerk. Für mich nicht eindeutig zu erkennen, ob sich die Risse durch eine Wand, einen Karton oder Papier ziehen. Jedenfalls sind diese Risse durch äußere Einwirkung entstanden, zeugen also nicht von einem "innerlichen" Zerreißen. Durch die Risse sind drei separate Elemente entstanden, auf die sich ein verhaltenes Lichtschattengemisch widerspiegelt. Visuell betrachtet zeigt "zerrissen" sowohl Zerstörung als auch Ästhetik. Philosophisch betrachtet symbolisiert "zerrissen" die Spaltung gesellschaftlicher und sozialer Strukturen; positiv-optimistisch gesehen deutet "zerrissen" allerdings auf das Aufbrechen erstarrter, einbetonierter Grundformen und Ordnungen innerhalb einer mehr oder weniger maroden Gesellschaft. "zerrissen" ist ein Bildwerk, das mit wenigen fotografischen Mitteln starke visuelle Effekte erzielt und gleichzeitig die philosophisch-kreative Absicht sowie die Natur des Künstlers offenbart.
    Absolut. Total. Vollkommen.
    Herzliche Grüße auch an Ingrid
    von Elke

  • #253

    Elke Panke (Dienstag, 08 Mai 2018 10:44)

    Hallo Reiner, "spielflächen":
    Ich nehme den Titel wörtlich, d. h. dieses Bildwerk ist ein Spiel mit Flächen, Formen, Farben sowie Farbsprenklern, Unschärfen, Licht und Schatten. Der Kontrast zwischen der Pastell-, Neon- und der Sattfarbigkeit lässt "spielflächen" auf eine einzigartige Weise künstlich erscheinen. Die peppermintenen kissen- und kastenförmigen Flächen oben links etwa, oder die zart strukturierten und sich überlappenden Flächen im rechten Bildrand intensivieren diesen "erkünstelten" Eindruck noch. "spielflächen" ist auch ein beeindruckendes Raum-Tiefe-Bildwerk; durch die architektonischen Elemente werden illusionistische Perspektiven in dem hellen Raum erzeugt. Die Dominanz der beiden in sich gemusterten, dunklen Pfeiler im Bildvordergrund ist beabsichtigt, denn sie durchbricht die traditionelle Harmonie und wirkt der Empfindungslosigkeit entgegen.
    Also: Nicht vertraute Harmonie, sondern intensiv empfundene Abstraktion!
    Herzlichst
    Elke

  • #252

    Elke Panke (Montag, 30 April 2018 09:56)

    Lieber Reiner,
    "saitenwind": Mit den chilliorangenen, leicht geneigten Halmen vor einem diffusen sandbeigen und pastellblauen Hintergrund assoziiere ich Sonne, Strand, Meer, Wolken, Segel,Dünengras, eine angenehme Brise ...
    Ein erfrischendes Sommerbild, das meine Seele kitzelt!
    Dankeschön!
    Sonnige Grüße auch an Ingrid!
    Elke

  • #251

    Elke Panke (Montag, 02 April 2018 11:56)

    Guten Morgen, lieber Reiner!
    Wäre ich eine Galeristin, so wäre "hoffnung", dieses katakombisch anmutende Fotokunstwerk, für mich ein absolutes "Must have"! Dieses S/W-Bildwerk zeigt einen Raum mit nackten Steinwänden und einer nicht genau lokalisierten Lichtquelle; das einströmende Licht erzeugt die Illusion von schmalen Licht einlassenden Öffnungen in den Wänden. Wände und imaginäre Fensteröffnungen scheinen miteinander zu verschmelzen. Hierdurch entsteht eine mystische Bildatmosphäre. Der vermeintlich trostlose Raum scheint gleichsam in ein überirdisches, friedliches Licht getaucht zu sein. Das seltsame Muster auf der schräg ins Bild hineinragenden Wand intensiviert diesen Eindruck noch. "hoffnung" ist mehr als ein großartiges Kunstwerk - "hoffnung" ist ein Beweis dafür, dass das "Licht der Hoffnung" jeden noch so dunklen, lebensfeindlichen oder menschenunwürdigen Raum, Platz oder Ort erreichen und erhellen kann. Die Mystik, die diesem geheimnisvollen Werk innewohnt, schenkt mir als Christin zu Ostern ein Lebenszeichen vom "Licht der Welt" (= Jesus Christus). Darüber hinaus mahnt mich dieses Bildwerk zur Selbstachtsamkeit, d. h. es erinnert mich daran, mein inneres Licht lebenslang zu nähren und zu hüten, also meine Hoffnung niemals zu verlieren, jedoch auch weiterzureichen. "hoffnung" ist ein Bildwerk, das seine eigene Düsternis vor dem strahlenden Licht der Hoffnung zurückweichen lässt - eine Düsternis, die sich vom Licht berühren lässt. Und das ist eigentlich ganz und gar unmöglich - ich meine, dass dieses Bildwerk nicht nur nach außen, sondern darüber hinaus auch in sich selbst wirkt.
    "hoffnung": Bildgewordene Hoffnung - wie ein Tor zu Ruhe und Kraft. Spirituell und heilend.
    Überwältigend!
    Lieber Reiner, dir und Ingrid noch ein schönes Osterfest!
    Alles Liebe wünscht Elke

  • #250

    Elke Panke (Mittwoch, 28 März 2018 09:18)

    Guten Morgen, lieber Reiner!
    "diffus": Was sehe ich? Im Hintergrund ein "halbschattiger" Raum, erkennbar ist der obere Teil einer geschlossenen Türe (wegen der deutlichen Umrisse). Im Vordergrund befinden sich vier Stäbe, deren Strukturen an Pappmaché denken lassen. Vor diesen Stäben befindet sich ein heller, textiler, ausgefranster Vorhang; vielleicht an den vier Stäben, deren Konturen sich durch den dünnen Vorhang abzeichnen, befestigt. Dieses S/W-Bildwerk bezaubert durch die opulente Lichtflut, die sich beinahe über das gesamte Bild, und zwar im oberen Teil des Vorhangs, ausbreitet. "diffus" wirkt zart und robust zugleich - das ist absolut erstaunlich. Die wunderbare Licht-Schatten-Reflexion erweckt "diffus" zum Leben und macht neugierig: Was verbirgt sich hinter dem Vorhang? Wozu dient dieser Raum? Wohnt hier etwa jemand? ...
    "diffus": Eine cineastische Szene. Künstlerisch, von marodem Charme.
    Herzlichst
    Elke

  • #249

    Elke Panke (Dienstag, 27 März 2018 09:47)

    Hallo Reiner!
    "(ge)schichten" ist ein treffender und zugleich origineller Titel für dieses S/W-Bildwerk, stilisiert und vor dem betrachtenden Auge verschwimmend. Es zeigt ein aufeinandergeschichtetes Manuskript, wobei die geschriebenen Zeilen imaginären Charakters sind; Freiräume zwischen den Schichten erzeugen den Eindruck, als schwebten einige Manuskriptblätter in der Luft.
    Ich denke an mein erstes, jetzt fertiggestelltes und gedrucktes, "richtiges" (!) Taschenbuch, wobei ich smile wie ein Honigkuchenpferd!
    Mit "(ge)schichten" assoziiere ich Liebesgeschichten, Lebensgeschichten, Abenteuergeschichten - Geschichten für große und kleine Menschen - oh, ich gerate ins Schwärmen.
    Zitat Emile Zola (Schriftsteller UND Maler): "Nach meiner Ansicht kann man nicht behaupten, etwas gesehen zu haben, bevor man es fotografiert hat."
    Lieber Reiner, "(ge)schichten" ist so etwas wie eine Hommage an die Geschichtenerzähler/innen und an die kunterbunte Welt des geschriebenen Wortes sowie der Literatur.
    Ich liebe es!
    Herzliche Grüße auch an Ingrid!
    Elke

  • #248

    Elke Panke (Montag, 19 März 2018 09:09)

    Guten Morgen, lieber Reiner!
    "am see" ist für mich ein hochinteressantes Grau-in-Grau-Bildwerk, nämlich vom Anthrazitgrau bis hin zum LIchtgrau. "am see" zeigt einen bewölkten Himmel, ein großes Wasser, ein Uferbauwerk, Pfeiler sowie ein Schiff/Boot, wobei das Schiff/Boot bzw. sein Schatten über das Wasser zu fliegen scheint und mit viel Fantasie sogar einem (wenn auch zum Zwecke des Gleitens zu schwerfälligen) Papierflugzeug ähnelt.
    Die Szene wirkt unscharf, schattenhaft und wie der Ausschnitt aus einem Traum. Ähnlich der Technik einer Kurzgeschichte verschweigt die Szenerie viele Details, und so muss sich im Kopf des Betrachters die wahre (!) Geschichte abspielen. Erst im Kopfkino des Betrachters wird die Szenerie respektive werden die Geschichte und die imaginären Protagonisten lebendig und erzählen von der Sehnsucht, vom Heim- und Fernweh, vom tristen Alltag, von der Einsamkeit, vom Wiedersehen, von Spaziergängen am Ufer, vom Durchatmen sowie - nicht zuletzt - vom Wasser als ein Zeichen des Lebens, das nicht eingeschlossen, sondern frei fließen möchte.
    Absolut. Gekonnt. Archetypisch.
    Herzlichst
    Elke

  • #247

    Beate (Montag, 19 März 2018 08:54)

    für "am see":

    schauen
    geniessen
    schweigen

    und ...

    nicht
    verloren
    gehen

    bcw

    Lieber Reiner,

    ein wunderbares Bild.

    lg Beate

  • #246

    Elke Panke (Freitag, 16 März 2018 16:17)

    Lieber Reiner,
    "federfarbenleicht" - wieder ein Bildtitel, der mich als Autorin begeistert - ein Titel (Begriff), in dem sich Leichtigkeit und Verspieltheit widerspiegeln, und zwar ohne verquirlten Krampf. Ich bin stets aufs Neue angenehm überrascht und beglückt darüber, wie sehr sich deine künstlerische Kreativität auch sprachlich, also nicht nur kunstfotografisch, ausdrückt. Großes Kompliment!
    "federfarbenleicht" ist ein Bildwerk, das durch Linien und Strukturen, durch seine aparten Farben und seine ganzheitliche Form sowie durch den leichten "Wischeffekt" besticht und ein echter Hingucker ist.
    Lieber Reiner, du bist auch ein Zauberkünstler/Illusionist, denn meistens frage ich mich: "Was ist das, was ich da sehe?" oder "Wie hat Reiner das bloß gemacht?" oder "Warum sagt das Bildwerk mehr (aus), als es tausend Worte könnten?" ... Mit dem Bildwerk sowie mit dem Titel "federfarbenleicht" assoziiere ich Küsse im Nieselregen ... verrückt, gell?!
    Einfach nur gut!
    Liebe Grüße auch an Ingrid!
    Elke

  • #245

    Beate (Donnerstag, 15 März 2018 18:34)

    federfarbenleicht

    der sommer ist da!
    ganz nah am Korbgeflecht
    den blick unscharf gestellt

    der sommer ist da!
    hinaus äugen ins blau
    des himmelsmeeres

    der sommer ist da!
    leicht wie ein fächer
    tanzen die federfarbenen

    der sommer ist da!
    im märz scheint es unmöglich
    doch der sommer ist da!

    der sommer ist da!
    die plusgrade schieben
    sich durch rautenöffnungen

    weich warm geschmeidig
    federfarbenleicht und so
    herzerhebend sommerlich!

    der sommer ist da!

    bcw

    Lieber Reiner,

    dieses Bild mit der sonnenanbetenden Gitarre wird alle Minusgrade fernhalten! So leicht, neugierig machend und das freudige Lachen hervorholend ist dein 'federfarbenleicht'! Wunderschön! Vielen lieben Dank dafür!

    Liebe Grüsse
    von Beate

  • #244

    Rüdiger Starke (Freitag, 09 März 2018 17:46)

    Zu "sunday morning":
    Wenn sich so das warme Licht der Morgensonne in den Vorhängen verfängt wird jeder Morgen zum sunday morning , ein erwärmendes Farbenspiel in Orange was mir sehr gefällt lieber Reiner !
    Liebe Grüße, Rüdiger

  • #243

    Rüdiger Starke (Freitag, 09 März 2018 17:35)

    Zu "exkursion" :
    Eine faszinierende visuelle Exkursion in wunderbar blaue Tiefen , wobei man die Eiseskälte vergisst !!
    LG, Rüdiger

  • #242

    Beate (Dienstag, 06 März 2018 22:24)

    für "band I":

    wohin die reise geht

    wohin die reise geht
    wie stark der wind auch weht
    ist da etwas, ist da

    dann stehst du da
    mit wind im haar
    nichts wissend, noch ahnend

    lässt die farben vor
    deiner geistigen Netzhaut
    tanzen, bis dir schwindelig wird

    es gibt nichts zu verstehen
    es ist das leben eben wild
    und unberechenbar wie du

    dann stehst du da
    spürst ein band im haar
    um haaresbreite entfernt

    so nah! so licht! so schimmernd!
    alles in dir erinnert sich
    schmilzt hinein in diesen strom

    atmet aus, durch das herz
    in die wilde welt hinaus
    zusammen mit dem wind

    wohin die reise geht
    weiß der weg und du
    darfst ihn gehen

    bcw

    Lieber Reiner,

    das ist so wunderschön, das Bild. Mit dieser Musik dazu, die Gitarren-Melodie beschreibt so schön den Weg, immer weiter, immer weiter mit Schnörkeln und Kringeln, hohen Tönen und getragen von einer Udu (Tongefäß, von oben bespielt) und als sanften Begleiter Caxixi-Rhythmen , so wunderschön ist die Musik und eine wunderbare Ergänzung zu diesem Bild. Ich bin hin und weg. Danke dafür!

    Liebe Grüße
    von Beate

  • #241

    Elke Panke (Dienstag, 06 März 2018 09:43)

    Lieber Reiner,
    "das band I" ist wieder ein typisches Holthaus-Werk; es trägt unverkennbar deine Handschrift. Gegenständliches, nämlich das silberweiße Satinhaarband, das die gesamte blaugraue/olivgrüne Bildfläche überspannt, sowie die verstrubbelten dunkelblonden Haare im unteren Bildteil werden getrennt voneinander (!) präsentiert, so dass die eigentliche Bestimmung des Haarbandes, das Haar zu bändigen oder/und zu schmücken, bewusst ignoriert wird. Durch diese voneinander losgelöste Darstellung erhält das Gegenständliche (dem Zweck und Sinn beraubt) seine Abstraktion, das Besondere also, das deine experimentelle Kunstfotografie auszeichnet.
    Eigensinnig. Interessant. Kunstvoll.
    Herzlichst
    Elke

  • #240

    Elke (Montag, 19 Februar 2018 12:51)

    Lieber Reiner,
    "life-work-balance" ist ein ("neudeutscher") Begriff und meint das Bestreben, die Arbeit mit dem (Privat-)Leben in Gleichgewicht/Einklang zu bringen. Dein Bildwerk, lieber Reiner, mit dem neonroten Hintergrund und den vordergründigen, brillantweißen, linienförmig verschachtelten Strukturen, die teilweise transparent aufleuchten und schließlich mit dem Hintergrund in ein mattes Orange verschmelzen, spiegelt genau diese Thematik: Arbeitszeit, Freizeit (freie Zeit), Lebenszeit (mit Lebendigkeit und Sinn(lichkeit) gefüllte Zeit). Dein Bildwerk ist schlicht und ergreifend genial, weil es ebenso abstrakt ist wie beispielsweise die Begriffe: Zeitpolster, Halb-/Vollzeit, Zeit sparen, keine Zeit haben, Zeit verschenken, Zeit aufholen, die Zeit eilt, die Zeit bleibt stehen, Zeitverschiebung ...
    Lieber Reiner, mein Lookbook "Buntes Leben", das du ja kennst, enthält einen kurzen Text mit dem Titel "Lebenszeit". Dieser Text passt exakt zum Thema deines Kunstwerks "life-work-balance".
    Ich fühle mich aufs Neue inspiriert!
    Lieber Reiner, du solltes deine Kunstwerke im Rahmen deines Kalenders übrigens unbedingt mit einem Titel versehen.
    Wie immer: Zeitlose große Kunst!
    Liebe Grüße
    Elke




  • #239

    Beate C. Weiland (Sonntag, 18 Februar 2018 09:26)

    für "life-work-balance":

    kraft, kraft, kraft
    licht, licht, licht

    ecken, kanten
    fliessen grazil

    aura stäubend
    in gestaltwesen

    tunlust pur
    schönes blut
    in den adern

    wie flüsse berühren
    lichtwesens anliegen
    das große lebensmeer

    bcw

    Lieber Reiner,

    das Bild ist einfach fantastisch. So ein aktives orange-rot ohne zu schreien. Mich hat es sofort hineingezogen in dieses Bild. Und ich spüre eine große Harmonie, die genau diese kraftvolle Spannung der Ausgewogenheit im Zusammenklang von Gestalt und Raum beschreibt. Es hat diese Kraft, die vorandrängt und nicht spart, die ich so gut kenne und sehr liebe.
    Reiner, du bist so vielfältig und zugleich ist deine Handschrift derart verinnerlicht, dass es einfach eine Freude ist.
    Das Bild tut mir jetzt so gut und du hast mich mal wieder zum staunen und innerlich zum jubeln gebracht. Weil das einfach eine Wonne ist, wenn der Selbstausdruck so unermeßlich schöpferisch ist. Danke dafür, einfach vielen lieben Dank dafür!

    Liebe Grüße
    von Beate


  • #238

    Beate C. Weiland (Samstag, 17 Februar 2018 09:01)

    für "versteckt":

    verstecki spielen!
    verstecki spielen!

    du kriegst mich nicht!
    du kriegst mich nicht!

    such doch in dem loch!
    such doch in dem loch!

    da bin ich nicht!
    da bin ich nicht!

    ich bin da oben!
    das weiss nur ich!

    mein rufen könntest
    du sehen, nur hören
    tust du es nicht!

    als kind ein hochgenuß!
    vollkommen davon ausgehend
    gesucht zu sein
    vollkommen darauf vertrauend
    gefunden zu werden irgendwann

    bcw

    Lieber Reiner,

    das hat jetzt richtig Freude gemacht, in diesem Stofffaltenberg herumzuhüpfen! Und zwischen dem Loch und dem rufenden Antlitz liegt in tiefem Schlummer eine Seele mit geschlossenen Augen, es ist das Urvertrauen!
    Wunderschön Geschichten antreibend!

    Liebe Grüße
    von Beate

  • #237

    Beate C. Weiland (Mittwoch, 14 Februar 2018 11:33)

    für "anderwand":

    anderwand
    anderwandwandeln
    anderwandwandelnwelt
    anderwandwandelnweltzugang
    anderwandwandelnweltzugangzuranderswelt

    bcw

    Lieber Reiner,

    mein "fotografieren gehen Hund" macht Freudenhüpfer und lässt dich schön grüßen.
    Viele Wege findet die Traumzeit, wer sie sucht, findet sie gerne in anderswelthaften Schattengeschichten.
    Sooo weich, sooo schön!

    Liebe Grüße
    von Beate

  • #236

    Elke (Mittwoch, 14 Februar 2018 09:39)

    Hallo Reiner,
    "anderwand": Erst einmal möchte ich dich zu dieser kreativen Schreibweise des Bildtitels beglückwünschen!
    Als Autorin und Lyrikerin liebe ich Worte- und Begriffe-Erfindungen, die offenbaren, was gemeint ist bzw.
    um was es geht (so betrachtet das von mir so geliebte literarische Understatement präsentieren, wobei diese Schlichtheit in Wirklichkeit das Produkt kunstvoller Stilisierung ist), die jedoch zugleich (!) "anders" sind, d. h. eigensinnig, originell, spielerisch.
    "anderwand" ist S/W-Bildwerk, das das von dem blattlosen Gezweige eines Baumes oder Strauches (im Bildvordergrund) verursachte Licht-Schatten-Spiels an einer Wand zeigt. Mit "anderwand" ist es dir, lieber Reiner, in formvollendet künstlerischer Weise gelungen, einer dichten Bildatmosphäre dynamische Poesie zu verleihen und somit den Zauber des Augenblicks dieser Szenerie nachspüren lässt.
    Fühlbar. Hörbar. Sichtbar. Einfach authentisch.
    Herzlichst
    Elke, Grüße auch an Ingrid!

  • #235

    Elke (Dienstag, 13 Februar 2018 15:06)

    Hallo Reiner,
    "sunday morning" ist ein Gute-Laune-Bild,
    fotografisch in den Farben des Lichts, der Heiterkeit und der Liebe getaucht.
    ... Morning is broken ... every morning breaks ...
    Das Leben kennt keine Übertreibungen, nur Lebendigkeit - ist das Leben nicht schön?!
    Sonnige Grüße
    von Elke

  • #234

    Beate C. Weiland (Sonntag, 11 Februar 2018 22:52)

    für "sunday morning":

    oooooorange
    einfach liegenbleiben
    dem warmen wind
    im vorhang zuschauen

    ooooorange
    erinnerungen steigen
    lassen wie bunte Drachen
    rückwärts lachen

    oooooorange
    sinn des lebens suchen
    zeitlos sich in allem verlieren
    die traumzeit entdecken

    oooooorange
    alle denkschulen sprengen
    dem grossen spirit auf den fersen
    freiheit demonstrieren

    oooooorange
    schreiben, schreiben, schreiben
    bis der Kugelschreiber leer ist
    den Weltverbesserer erfinden

    ooooooorange
    tanzen, lachen, drehen, drehen
    bis die welt sich mitdreht
    hundert schutzengel haben

    ooooooorange

    genau so jung sein wie schon immer!

    bcw

    Lieber Reiner,
    du hast mir eine große Freude gemacht mit deinem Bild und dieser wunderbaren Hippie-Musik dazu!
    Danke, danke! Mein Sonntag ist mit "sunday morning" ein wunderbarer bis in den späten Abend hinein!
    Gute Nacht!

    Liebe Grüße
    von Beate

  • #233

    Beate C. Weiland (Samstag, 10 Februar 2018 12:02)

    zu "ausatmen":

    ausatmen kommt vor einatmen

    bcw


    es braucht nur Klang für mich, dieses Werk:
    Ivan Skrt: granados andaluza


    Liebe Grüße
    von Beate

  • #232

    Rüdiger Starke (Donnerstag, 08 Februar 2018 21:49)

    Zu "flüchtigkeit" :
    Eine flüchtige Bewegung wird für mich durch die Komposition mit einer textilen Flamme im Moment des Betrachtens zur Metapher einer sich in Auflösung befindlichen Achtsamkeit .Ich mag diese feine Bildsprache!
    Liebe Grüße Rüdiger

  • #231

    Elke (Donnerstag, 08 Februar 2018 11:29)

    Lieber Reiner,
    "ausatmen" ist ein wunderschönes, harmonisches Bildwerk; eine Interpretation stellt jedoch für mich eine echte Herausforderung dar. Vor einem überwiegend sandbeige-senfgelben Hintergrund befindet sich in der Bildmitte ein rechteckiges, hochformatiges, royalblaues Gebilde mit einem nach unten wie aufgefächert wirkenden pfirsich-lachs-goldenen Endstück. Rechts oberhalb dieses Gebildes befindet sich eine lichtblaue Kugel mit einem gleichfarbenen, leicht gebogenen Unterstück. Der Titel dieses Bildwerkes "ausatmen" ist künstlerische Freiheit; gleichwohl bietet er dem Betrachter bestimmte, wenn auch individuelle (subjektive) Gedanken- oder Ideenbilder an. So erinnern mich diese Gebilde beim längeren Betrachten entfernt an ein Türschloss bzw. an einen Türgriff. Und jetzt werde ich mutig: Wenn ich den Titel "ausatmen" nehme, ein Türschloss und einen Türgriff ... dann stelle ich mir vor, meine Haustüre weit zu öffnen, um frische Luft und Licht (hin)ein zu lassen und meinen Geist durchpusten zu lassen. Ja, ohne Luft können wir weder ein-, durch- noch ausatmen, ohne Licht verkümmern wir. Also sollten wir unsere Ohren nicht auf "Durchzug" stellen und unseren Blick sowie unser Herz weit öffnen, um Wahrheit und Wahrhaftigkeit, jedoch auch Wirklichkeit, erkennen, ein-, durch- und endlich, befreit von Seelenschwere, tief ausatmen zu können.
    "ausatmen": Atmende, durchlässige Abstraktion.
    Herzlichst
    Elke

  • #230

    Elke (Montag, 05 Februar 2018 11:22)

    Lieber Reiner,
    "kalte aussichten" - der Blick durch eine Auto-Fensterscheibe in eine monotone Schneelandschaft.
    Minimalistisch, authentisch, ohne Illusionen. Streng reduziert in Farbe und Form.
    Und dennoch gehen meine Gedanken auf Wanderschaft; ja, sie begeben sich auf einen Höhenflug.
    Ich denke an Märchen wie "Die Eisprinzessin" oder "Die Schneekönigin", an einen zünftigen Hüttenzauber in einer romantischen Berghütte inmitten einer idyllisch verschneiten Winterlandschaft - oder auch an Schneemänner, die ich als Kind gemeinsam mit meinen Geschwistern und Nachbarskindern mit halb erfrorenen Händen auf unserer Wiese vor dem Haus gebaut habe. Oder ich denke an die unendlichen Weiten der Arktis.
    Und. Und. Und ...
    Lieber Reiner, mit minimalen, reduzierten Stilelementen ist es dir gelungen, beim Betrachter ein Kopf- und Gefühlskino anzukurbeln.
    EINFACH. FANTASTISCH. HOLTHAUS.
    Herzlichst
    Elke

  • #229

    Rüdiger Starke (Sonntag, 04 Februar 2018 23:08)

    Zu "ausschläge":
    Ein seismologisches Ereignisdiagramm mit großer Tendenz ins Lichtvolle , oder die grafische Darstellung heller Klänge...wahrscheinlich aber etwas ganz einfaches kunstvoll zum Bild verarbeitet, faszinierend in dieser grafischen Ausgewogenheit!
    Liebe Grüße, Rüdiger

  • #228

    Beate C. Weiland (Samstag, 03 Februar 2018 19:59)

    nochmals zu "kalte aussichten": ich lag ja völlig verkehrt mit meiner Vermutung, wo du wohl gestanden haben magst! Jetzt erst ordnete ich den dunklen Quader samt Punkt im oberen Bildrand als Rückspiegel zu!! So musstest du "nur" einen leicht tiefen Standpunkt einnehmen. Das Eis verändert die Sehgewohnheit. Ein starkes Stück Eiskunstlauf ist dir hier gelungen.

    Liebe Grüße
    von Beate

  • #227

    Rüdiger Starke (Samstag, 03 Februar 2018 18:35)

    Zu "kalte aussichten" :
    Kühle Gelassenheit schlägt dem Betrachter ob der fast wie verschränkte Arme wirkenden Wischer entgegen , als ob diese Kälte nicht von Dauer sein könnte. Ein sehr aufgeräumtes Bild was seine Spannung für mich aus der Verteilung der wenigen Elemente holt . Dabei fasziniert mich die Inszenierung einer ansonsten monotonen großen Fläche ganz besonders !
    Liebe Grüße, Rüdiger

  • #226

    Beate C. Weiland (Samstag, 03 Februar 2018 18:10)

    für "kalte aussichten":

    mit welcher Eleganz die Scharniere der Wischblätter in die Weite blicken, grafisch so schön angeordnet im Eisblauklang der kalten Umgebung.
    Da habe ich jetzt schon überlegt, wo du eigentlich warst, lieber Reiner. Sicherlich nicht auf dem Autodach! ☺ Genial, die Perspektive. Ich vermute du warst auf einer Brücke und hast dieses Ensemble mit einer längeren Brennweite eingefangen. Ein feines Pondeau zu dem schönen lindgrünen Oldtimer, den du im ff gezeigt hast. Du entdeckst immer die grafische Geschichte in einem Bild, die Harmonie, die aus Linien, Kurven und Flächen sich zeigt.
    Wunderbar!

    Liebe Grüße
    von Beate

  • #225

    Elke (Donnerstag, 01 Februar 2018 17:07)

    Lieber Reiner,
    ich bin noch so von der Aussagekraft deines Werkes erfüllt, dass ich vergaß,
    dir liebe Grüße zu schicken.
    Also: Tschüssi, liebe Grüße an Ingrid!
    Elke

  • #224

    Elke Panke (Donnerstag, 01 Februar 2018 17:04)

    Lieber Reiner,
    "ausschläge" ist ein Werk, bei dem ich - nicht nur des Titels wegen - an seismographische oder EKG-Ausschläge denke. Die "ausschläge" sind gleichmäßig, obgleich sie sich mal dunkel und dichter, mal heller und offener zeigen. Assoziativ kann der Betrachtende jedenfalls an Beben denken, einerlei, ob es sich um Erdbeben oder um emotionale Erschütterungen handelt. "ausschläge" ist ein visueller Gedanke, eine bildgewordene Emotion. Keine Gefühlsschnörkel. Keine Poesie. Kein Appell. Kein Berührtsein - aber: ein Betroffensein.
    Ein raffiniert maskierendes Kunstwerk, das beim meditativen Schauen alles Lebendigmachende offenbart:
    Impuls. Inspiration. Intuition. Intellekt. Instinkt.

  • #223

    Beate C. Weiland (Donnerstag, 01 Februar 2018 09:35)

    für "ausschläge":

    Himmelfahrt
    bringt
    Erdenklang

    bcw

    Lieber Reiner,

    wie ein feiner Kamm erstreckt sich diese abstrakte Schneelandschaft. Bei langem Betrachten geht es für mich nach hinten über die schneevergangenen Hügel in den hellen, freien Raum, während die Rhythmen nach vorne schwingen.

    Liebe Grüße
    von Beate

  • #222

    Elke (Montag, 22 Januar 2018 16:29)

    Hallo Reiner,
    "flüchtigkeit" ist ein anmutiges Werk in sanftem Weiß-Beige-Ton. Ein Tuch auf textilem Hintergrund (aus demselben Tuch). Aus dem fransigen, ärmelähnlich gefälteten Tuch ragt eine Schattenhand mit erhobenem Zeigefinger empor. Ein Zeigefinger als Fingerzeig! Hier geht es sowohl um die Symbolik des Zeigens als auch um die Richtungsweisung. Botschaft? Wir sollten nicht mit dem Finger auf andere zeigen, denn letztendlich streben wir doch alle in Richtung nach "oben" ...
    Ein philosophischer Hinweis kunstvoll "betucht". Himmlisch!
    Liebe Grüße von Elke

  • #221

    Elke Panke (Montag, 15 Januar 2018 13:29)

    Lieber Reiner, zu „exkursion“:
    Frostklare Farben in Gletscherblau und Kristallweiß.
    Ein zartes Gespinst aus winterkargem, mit geheimnisvollen schwebenden Teilchen umflorten Gezweig.
    Im Hintergrund der in tiefem Winterblau getauchten beinahe tunnelartigen Bildmitte
    ragen die Silhouetten hochgewachsener, schlanker Baumstämme empor.
    In der linken oberen Bildhälfte wird in der Vergrößerung eine aufbrechende Stein- oder Rindenschicht sichtbar; es scheint, als glühe in den sich aufgetanen Rissen ein Feuer.
    „exkursion“ strahlt eine friedliche Stille aus, die dem Betrachter den Weg in sein Inneres,
    das, mal erschüttert, mal erstarrt, Licht und Wärme entbehrend,
    eine wohltuende, verstehende Liebe ersehnt.
    Ein Bild wie aus einem Wintermärchen mit der hoffnungsfrohen Verheißung
    auf ein Wiedererwachen und -erstarken der Natur in uns sowie ringsumher.
    Romantisch. Fantastisch. Kunstvoll.
    Herzliche Grüße
    Elke

  • #220

    Beate C. Weiland (Montag, 15 Januar 2018 11:55)

    für "exkursion":

    Ein Ausflug, ein Herauftauchen der Wurzeln aus dem unteren Teil des Planeten, voller Winterkraft in den braunroten Wurzeläderchen, wie tanzend steigen sie und ... fliegen aus!
    Wunderschön, Reiner.
    Jetzt möchte ich noch ein Zitat anfügen, das mir Peter unter mein Sonnwendzeitbild geschrieben hat. Ich finde, es paßt so schön zum Bild und auch zu dieser feinen Musik:

    Und glaube ja nicht
    dass der Garten im Winter
    seine Ekstase verliert.
    Er ist still.
    Aber die Wurzeln sind aufrührerisch
    ganz tief da unten.

    Rumi

    Liebe Grüße
    von Beate

  • #219

    Rüdiger Starke (Donnerstag, 11 Januar 2018 21:27)

    Lieber Reiner ,
    wie du hier bei "versuchsanordnung II" in feiner vielschichtiger Tiefe Licht und Schatten fast wie im Tanze vereint hast, ist für mich eine Freude anzuschauen. Eine wie ich finde sehr ausgewogene Arbeit in exzellentem Grau !
    Liebe Grüße Rüdiger

  • #218

    Beate C. Weiland (Donnerstag, 11 Januar 2018 08:16)

    für "versuchsanordnung II":

    wie wenn die Versuchsanordnung , welche ein Konzept, ein Architekturmodell zeigt, leibhaftig auf die Erde gekommen wäre. Mit Tag und Nacht Licht, dreidimensional, ineinander greifend, wie eine Art Gemeinschaftsarbeit. So sehe ich es, natürlich vor dem Hintergrund, dass etwas hinzukommt in deinem künstlerischen Sein.
    Ich freue mich sehr, Reiner! Sehr für dich!
    Liebe Grüße
    von Beate

  • #217

    Elke Panke (Mittwoch, 10 Januar 2018 17:11)

    Lieber Reiner,
    „versuchsanordnung II“ ist ein Holthaus par excellence! Die Höhe und Tiefe des Bildes, seine eigentümliche Transparenz sowie die matten und glänzenden sanften und tiefen Grautöne erfüllen den höchsten künstlerischen Anspruch in der Kunstfotografie! Ein in sich geschlossener, harmonischer und dennoch ein „unangepasster“, eigenwilliger Tanz der in sich übergreifenden Formen. Das Licht-Schatten-Spiel
    durchdringt dieses Miteinander und verleiht ihm den Hauch lichter Dunkelheit.
    Unvergleichlich. Unübertrefflich. Unbeschreiblich.
    Lieber Reiner, ich freue mich über deinen künstlerisch-kreativen Weg und über die Zusammenarbeit mit dem Kunstmaler, der gleichfalls ein großer Meister seines Fachs ist. Ihr habt euch nicht gesucht, aber gefunden!
    Alles Gute. Ich drücke die Daumen!
    Herzlichst
    Elke


  • #216

    Rüdiger Starke (Montag, 08 Januar 2018 21:09)

    Lieber Reiner,
    da scheint ein Wind des Malers Blattwerk in ehrfürchtige Höhen mitzunehmen um das wahrhaftige Blau des Himmels aufnehmen zu können, oder ist es der Sturm des Neubeginns der die letzten Wolken der Zweifelhaftigkeit der zerronnenen Zeit des letzten Jahres in diffuse Vergänglichkeit treibt ...oder beides ?
    Egal , mich fasziniert dein "himmel für die ruhelosen" , eine besonders dynamische Umsetzung die ich sehr mag !
    Liebe Grüße Rüdiger

  • #215

    Elke Panke (Dienstag, 26 Dezember 2017 15:09)

    Eine Zeichnung, dir mir das Herz aufgehen lässt!
    Danke an Hanna!
    Herzliche Weihnachtsgrüße von Elke

  • #214

    Elke Panke (Donnerstag, 21 Dezember 2017 10:53)

    Lieber Reiner,
    auf diesem Wege danke ich dir für deine inspirierenden Kunstwerke auf höchstem Niveau.
    Um Wiederholungen zu vermeiden, sage ich jetzt schlicht und ergreifend: Ohne dein bildnerisches Sehen,
    ohne deinen alle Werke durchdringenden kreativen Geist und ohne deine formvollendete Kunstfertigkeit
    - also ohne deine Kunstfotografie - wäre die Welt ärmer.
    Deinen Bildern entströmt ein imaginäres Licht ... das Licht der Liebe, der Hingabe, der Weisheit sowie
    der Ewigkeit. Es ist ein Licht, das gleichermaßen begeistert wie beseelt.
    Was kann ein Mensch mehr erreichen - außer seinen Visionen und seinem Höheren Selbst künstlerisch Ausdruck zu verleihen und durch seine begnadeten Kunstwerke Menschen zu erstaunen und zu berühren? ...
    Lieber Reiner, ich wünsche dir und deiner Frau Ingrid ein beschauliches Weihnachtsfest voller Liebe, Freude und Dankbarkeit sowie ein friedliches, gesundes und kreativ erfolgreiches Jahr 2018.
    Möge Gott euch behüten, beschützen und segnen!
    Herzlichst
    Elke

  • #213

    Elke Panke (Dienstag, 19 Dezember 2017 10:54)

    Lieber Reiner, zu „leichter wellengang“:
    Eine bewegte, maritim wirkende Zellstoffwellenlandschaft in vielen Weißtönen – vom Lichtweiß über das Gischtweiß bis hin zum Grauwolkenweiß. Dellen, Knicke, Falten und Kräuseln sowie die Licht-Schatten-Effekte schenken dem Bildwerk Lebhaftigkeit und Spannung. Dieser Aufruhr fasziniert, reißt mit. Beim längeren Betrachten entsteht sogar der Eindruck, man könne in diesen Strudel papierner-textiler Konvulsion mit hinein gesogen werden. Das Versinken in dieses aufgewühlte Licht-und-Schatten-Meer wäre kein Ertrinken, sondern ein Ersticken. Folglich atme ich beim konzentrierten Betrachten von „leichter wellengang“ erst einmal tief durch. Ich muss Luft holen und will gleichzeitig den Geruch des Bildwerkes einatmen. Es riecht salzig, herb, würzig, frisch, kräftig. Ja, „leichter wellengang“ schmeckt aromatisch und duftet nach Ursprünglichkeit und Entfesselung. In dieses sanft-wilde Bildwerk möchte man eintauchen, aber nicht untergehen.
    „leichter wellengang“: Große Freiheit. Große Gefühle. Große Wirkung.
    Tschüssi
    Elke

  • #212

    Elke Panke (Donnerstag, 14 Dezember 2017 11:33)

    Lieber Reiner, zu „sichtschutz“:
    Ein typischer Holthaus in Grau-Weiß-Schwarz Deutlich erkennbar die Strukturen des Sichtschutzes, also die Falten, Nähte, Linien … Das Licht-Schatten-Spiel erinnert an eine Szene aus einem Scherenschnitt-Theater. Hinter der Abdeckplane befindet sich wohl eine „Baufläche“; hier wird ein Raum renoviert, saniert oder neu dekoriert. In der rechten Bildhälfte, unten, zeichnet sich schemenhaft an einer dunklen Stelle ein Möbel (kleiner Tisch?) ab. Die anderen Objekte scheinen Regale und (Holz)-Stangen zu sein. Das Bildwerk ist in sich ein „verstecktes Ensemble“. Im übertragenen Sinne denke ich natürlich daran, wie viele Menschen einen Sichtschutz um sich herum errichten, um ihre wahre Gefühls- und/oder Gedankenwelt zu verbergen. Meist ist diese Schutzmauer unsichtbar, bisweilen aber auch gut sichtbar, z. B. Gartenzäune oder Hecken. Im Großen und Ganzen geht es bei Abzäunungen oder Grenzen ja entweder um Schutz und/oder Abwehr. Ich denke, die meisten Menschen sollten einmal tief in sich hineinhorchen: Wovor oder vor wem möchte ich mich schützen? Was oder wen möchte ich abwehren? Und wenn wir diese Fragen zutiefst verinnerlichen, werden wir die Antworten in uns selbst finden –Misstrauen, Ablehnung, schlechtes Gewissen, Angst, Scham, Lust und Leidenschaft … und … und … und.
    „sichtschutz“ ist wieder einmal ein subtiles, inspirierendes, bühnengerechtes Bildwerk in nahezu malerischer Vollendung.
    Herzlichst
    Elke

  • #211

    Elke Panke (Sonntag, 26 November 2017 13:07)

    Lieber Reiner, zu "vielleicht leicht":
    Erneut ein sehr ästhetisches Bildwerk in kühlen Farben. Ja, die feinen Grau-Nuancierungen und die Form/en nehmen dem Bildwerk die Strenge und verleihen ihm Lebendigkeit, die an ein vogelähnliches, aufsteigendes Wesen denken lassen. Spirituell betrachtet denke ich bei diesem Symbol der Leichtigkeit an den leichten Sinn - nicht mit dem Leichtsinn zu verwechseln. Ich spüre so manchem Glücksmoment in meinem Leben nach, an dem ich mich beschützt und mit Leichtigkeit getragen fühlte. Es ist einfach so: Wenn es mir gelingt, Schweres, Belastendes, Unabänderliches mit Leichtigkeit zu betrachten und zu akzeptieren und als einen Sinn stiftenden Teil meines Lebens anzunehmen, dann öffnet sich der Bleivorhang der Verzweiflung und enthüllt das dahinter liegende federleichte Szenarium eines wundervollen, bunten Lebens.
    Lieber Reiner, dir gelingt es stets aufs Neue, uns Betrachtende auch durch ein NUR auf den ersten Blick "zurückhaltendes" Bildwerk in die Geheimnisse eines Glück erfüllten Lebens einzuweihen.
    Ein Bildwerk wie ein geistiger Höhenflug!
    Herzlichst
    Elke

  • #210

    Elke Panke (Montag, 13 November 2017 10:36)

    Lieber Reiner, zu „schneewittchen und die sieben zwerge“:
    Auf dem farbarmen Bildwerk meine ich brennende Kerzen im Fotonegativ und unscharf dargestellt zu erkennen. Dieses Werk besitzt für mich eine unaufdringliche, bewusst zurückgenommene Spiritualität. Es versetzt mich nicht nur in eine vorweihnachtliche Stimmung, sondern darüber hinaus auch in einen Teil meiner Kindheit. So erinnere ich mich an weihnachtliche, längst verblichene Kindheitsszenen, in denen meine Geschwister und ich vor dem Fernseher saßen und „Wir warten aufs Christkind“ schauten … Märchenfilme wie „Peterchens Mondfahrt“ oder „Schneewittchen und die sieben Zwerge“. Ich erinnere mich allerdings ebenso an ehrfurchtsvolle Momente in meinem Leben, in denen mich eine sehr seltsame, beinahe heilig zu nennende Stille umgab und erfüllte. Ja, mir kommen die Momente des Abschieds von meiner Mutter, meinem Bruder, meinem Vater und meiner Schwester in den Sinn.
    Dieses Bildwerk besitzt ein universales Energiepotential – es ist Labsal für die Seele, es wirkt wie ein Balsam, das die Wunden einer Seele, so wie sie etwa beim Tode oder beim Verlust geliebter Menschen entstehen, beruhigt und heilt.
    „schneewittchen und die sieben zwerge“ - ein witziger, kinderleichter Titel für ein zutiefst berührendes Seelen- und Heilungsbild, das unser inneres, unschuldiges, vertrauensvolles, an Märchen und Wunder glaubendes Kind wieder aufleben lässt.
    Ein kugelrundes, schokoladenverschmiertes, lachendes Dankeschön, lieber Reiner!
    Herzlichst
    Elke

  • #209

    Elke Panke (Mittwoch, 08 November 2017 10:13)

    Lieber Reiner, zu „schiefe ebene“:
    Ich bin mir nicht sicher, was ich sehe: Wände mit Rahmen? Jedenfalls wird sich das Auge des Betrachters auf den schiefen schwarzen Balken in der Bildmitte fixieren. Dieser tiefschwarze Balken bildet einen harten Kontrast zu den hellen, sanften und leicht schlierigen Grautönen.
    Von Physik und Mechanik verstehe ich nichts, aber mir fallen viele Dinge ein, die ich mit einer „schiefen Ebene“ assoziieren könnte. Daher denke ich bei diesem kühl-ästhetischen Bildwerk an all jene, die „schief liegen“, „schief gewickelt sind“, „abrutschen“ oder „abstürzen“, sich auf „wackligem Boden“ befinden – oder einfach nur an „schräge Ideen“ in der Kunst oder an gefährliche Neigungen. Es ist auch nicht leicht, im Leben stets „die Balance zu halten“; es gibt darüber hinaus viele „Schieflagen“ im alltäglichen Leben – so vieles befindet sich – sozialpolitisch betrachtet - in einem Ungleichgewicht (= die Schere zwischen Arm und Reich).
    Ungewöhnlich an diesem Bildwerk ist die "Schieflage" des Balkens auf der Bildfläche, die der bestimmende Teil des Kunstwerks ist, und die ausreicht, umfassendste und
    verschiedenste Aspekte des menschlichen (Zusammen-)Lebens bildnerisch aufzuzeigen und zu veranschaulichen. Hier wird die Kunst zu einem kreativen Instrument. Lieber Reiner, „schiefe ebene“ zeigt, wie sich der Geist deiner Kunst verhalten kann, nämlich unaufdringlich und eindringlich gleichermaßen.
    Ein avantgardistisches, sozialkritisches Bildwerk!
    Große Klasse!
    Herzliche Grüße auch an Ingrid
    von Elke

  • #208

    Elke Panke (Sonntag, 05 November 2017 17:44)

    Hallo Reiner, nochmals zu "kein Publikum":
    Was auch bei diesem Motiv fasziniert, ist der Kontrast zwischen dem Wasser (Bewegung, weich, nachgebend) und dem Stadion (unbeweglich, fest, stabil). Auch die unterschiedlichen Formen und Strukturen von Wasser und Stadion sind sehr interessant in Bezug zur Bildinterpretation. Das Wasser könnte das Material des Stadions aufweichen und die zerbröckelnden Stadion-Fragmente könnten im Wasser versinken ... Im übertragenen Sinne:
    Das Weiche ist stärker ...
    Extraklasse!
    Tschüssi
    Elke

  • #207

    Elke Panke (Sonntag, 05 November 2017 15:39)

    Lieber Reiner, zu "kein publikum":
    Ein Bild in sanften Grau- und Blautönen - ein leeres Stadion sowie eine ruhige Wasseroberfläche. Dieses Werk ist ein philosophisches und fordert zum Sinnieren heraus: Ohne Sportler, ohne Sänger und Musiker, ohne Schauspieler, ohne Maler, Fotografen und Bildhauer, Erzähler, ohne Zauberer und Gaukler ..., ohne Idole, die uns zu eigenen Aktivitäten sowie Leistungen und zu unserer eigenen Kreativität heraus- bzw. auffordern, wäre das Leben nicht halb so bunt - es wäre eine Grauzone und kein schillernder Boulevard. Und ohne Publikum, ohne Applaus, aber auch ohne Kritiken würden Künstler verdörren und Sportler einrosten. Ja, Künste und Kulturen würden untergehen!
    Ein schlichtes Werk mit großem Anspruch!
    Herzlichst
    Elke

  • #206

    Elke Panke (Montag, 30 Oktober 2017 15:11)

    Lieber Reiner, zu „dickicht“:
    Dieses Beinahe-S/W-Bildwerk gefällt mir besonders gut. Einzelne Gräser bzw. Ackerkräuter glänzen durch ihre goldene Getreidefarbe. Auch perspektivisch sehr interessant - die Naturaufnahme wirkt tatsächlich wie ein echtes Dickicht. Bei diesem Bildwerk denke ich an den herannahenden Winter, der die Natur in ihrer anmutigen Kargheit zeigt. Beim Betrachten von „dickicht“ wird die winterliche Melancholie, Stille und Friedlichkeit spürbar. Ich träume … Über den Dächern fährt ein Schiff aus dicken grauen Wolken, beladen mit dem Licht der Sonne. Leblose Blätter wehen auf die feuchte Wiese. In einer Häuserecke zittert der letzte Löwenzahn im kühlen Wind. Auf einem Fenstersims leckt sich eine getigerte Straßenkatze die Pfötchen. Ein alter, gebeugter Mann geht spazieren, schlägt sich den Mantelkragen hoch und zieht sich die Mütze tiefer ins bärtige Gesicht – und auf dem Friedhof wird das Wasser abgestellt …
    Eine wunderschöne Naturimpression, die durch ihre Schlichtheit, die großartig ist, besticht! Beeindruckend!
    Liebe Grüße
    Elke

  • #205

    Elke Panke (Freitag, 27 Oktober 2017 10:49)

    Lieber Reiner, einfach so mal zwischendurch:
    Du kreierst deine Werke künstlerisch einzigartig, mit einer genialen Kreativität und Originalität. So ist jedes deiner Bildwerke eine visuelle Botschaft und wird zu einer Hommage an irgendetwas oder an irgendwen.
    Alle Bildwerke zeugen von höchstem Können. Und selbst - oder gerade - in der Abstraktion deiner Werke erkennen die Betrachtenden Wirklichkeiten, persönliche Wahrheiten und Weisheiten. Einerlei, ob sie verstörend, appellierend, provozierend, bezaubernd, erheiternd, harmonisierend, begeisternd, beseelend, enthüllend, gefährlich, ironisch, schmerzlich, interessant, charmant, sensibilisierend oder sonst wie wirken –
    sie heischen niemals nach bloßer Effekthascherei, denn sie wollen das Antlitz des Guten und die Fratze des Bösen und, nicht zuletzt, das Gesicht des Dazwischen und Mittendrin bildnerisch-malerisch widerspiegeln.
    Du gehörst zu den allzeit Suchenden und Strebenden, deren großartiges Talent längst zur künstlerischen Berufung geworden ist. Nur wenige Kunstfotografen in aller Welt bilden die Realität so fantasievoll und die Fantasie so realistisch ab wie du.

    Ich wünsche Ingrid und dir ein schönes Wochenende! Alles Liebe von Elke